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Design braucht Recht und Schutz
Szene: Beim Grafik- und Kommunikationsdesigner liegt auf dem großen Leuchttisch ein Mensch. Der Designer setzt gerade das Cuttermesser an, um einen Eingriff Richtung Blinddarm zu nehmen. Auf dem Bildschirm läuft ein OP-Programm. Als Ausbildung hat er den Rot-Kreuz-Lehrgang. Das Blut fängt an zu laufen. Neben dem Stahllineal liegt doppelseitiges Klebeband, denn wieder zu machen muss er den Patienten auch wieder…
Selbiges Szenario mit Zähnen oder Recht… doch Arzt, Zahnarzt, Rechtsanwalt sind geschützte Berufe. Warum? Ohne eine hervorragende Ausbildung kann man sie nicht ausüben.
Gerade im Beruf des Werbung produzierenden Designers ist es wichtig, eine ebenso exzellente Ausbildung zu haben. Denn wir entscheiden mit über das Wohl und Wehe seiner materiellen Güter, über die Existenz von Arbeitsplätzen und Produkten.
Drei aktuelle Probleme lassen mich diese Zeilen verfassen:
1.) Eine rechtliche Auseinandersetzung und der Kauf eines Grafikprogramms
2.) Eine junge begabte Kollegin kommt glückstrahlend und berichtet: „Ich habe gerade ein Logo für 40.- € verkauft“.
3.) Die (Un)möglichkeiten, sich in unserem Beruf versichern zu lassen.
Vielleicht sollten wir deshalb darauf aufmerksam machen, dass der im Deutschen laxe Begriff „Designer“ ein an Werte und Ordnung gebundener „Gestalter“ ist. Und ein Gestalter hat viele „Teilberufe" vom Kunstwissenschaftler bis zum Büroleiter.
Wenn man dies weiß, kommt man von selbst darauf, das es weder der Computer noch eine Minimalausbildung (Mediengestalter u. Grafikdesignerausbildung auf 300 -Stundenbasis schafft, um den Beruf eines Kommunikations- oder Grafikdesigners auszuüben.
Der Pfarrer sitzt am Rechner und gestaltet mit Hilfe eines Grafikprogramms seine Gemeindezeitung. Ist er deshalb schon Grafikdesigner? Er gestaltet zwar Kommunikation, die grafische Gestaltung aber nach Bauchgefühl. Dirigent des Computers ist immer noch der um Sachverhalte wissende Mensch. Sonst müssten wir den Begriff Designer noch auf Bäcker (Teiggestalter) u..a.m. ausdehnen.
Zwei Fälle!
Ein Herr Weltatlas kam eines Tages zu einem honorigen Kollegen. Er erteilte im den Auftrag, ein vielseitiges Werk im Hardcover zu erstellen. Gesagt, getan! Der Kollege gestaltete es, und nach Rechnungslegung wollte der akademisch betitelte Herr Weltatlas nicht zahlen. Er habe in der Zwischenzeit einen Volkshochschulkurs in In-Design besucht und könne es besser und selbst und die Urheberrechte und soweiter… Es folgte ein Prozess vor dem Landgericht, das unserem Kollegen Recht gab (Urteil im Anhang PDF).
Der Schriftsteller Summi schrieb an seinen Verbands-Vorsitzenden: „Lieber Kollege, den uns unterstützenden Grafikdesigner brauchen wir nicht mehr. Ich habe mir ein Grafikprogramm für 39,99 € gekauft. Jetzt können wir alles selbst machen“.
Das Ergebnis der daraus resultierenden Entwürfe ist haarsträubend.
Im Übrigen kann ein Computer Deutsch! Schreibt er deshalb auch gleich Lyrik oder
Romane?
Das Fachwissen in einem Beruf und die handwerklichen Fähigkeiten, das Wissen um wirtschaftliche Probleme und die Möglichkeit sinnvollen, bewussten Arbeitens macht eine Profession aus.
Computer und Programme sind nur Hilfsmittel, die genauso wie ein Werkzeugkasten nur mit handwerklichem Geschick zu nutzen sind.
Die Probleme!
Zum einen wird von Bildungseinrichtungen, in der Branche ungelernten Kräften (hervorragende Autodidakten ausgenommen), Arbeitgebern und Kunden (Auftraggebern) die Arbeit des Gestalters total unterschätzt. Jede Facette in der großen Welt der Gestaltung hat einen Sinn – Farblehre, Typografie, Gestaltungslehre, , Psychologie, die Aspekte um Kommunikation und die vielen C´s (CT, CI, CD, CC u.a.) sind nicht in der Muttermilch einsaugbar, sondern sie erfordern ein langes Studium.
Deshalb fordert der Bund mitteldeutscher Grafikdesigner den Schutz seines Berufes, wie es bei jedem Arzt und Anwalt logisch ist. Das bringt einen wirtschaftlichen Sinn und Effekt und dem Kunden Sicherheit. Und es bringt den Hoch- und Fachschulen die Berechtigung der Lehre. Ansonsten auf – Laie! Wir schaffen die Gestaltungsschulen ab, du darfst ja doch: und die Schulen kosten nur massiv Geld,
womit man dann lieber ertragslose Hobbydesigner alimentieren könnte.
Ein weiteres Problem in Mitteldeutschland sind die Honorare und die Anerkennung der Verbände.
Eine sinnvolle für alle gültige Honorarempfehlung analog den Empfehlungen anderer Verbände wäre für Mitteldeutschland sinnvoll, um dem Honorar-Dumping ein Ende zu setzen. Auch die Auftraggeber, aber auch die Gestalter, müssen wissen,
das ein Grundbetrag für eine Leistung erbracht werden muss. Betriebswirtschaftliches Arbeiten muss auch bei Gestaltern akzeptiert und garantiert sein. Auch Kommunikationsdesigner sind Unternehmer. Und der BmG deren Vertreter.
Es gibt in den Bundesländern jenseits von Mitteldeutschland eine hohe Akzeptanz und Förderung für Designer-Verbände. Denn da, wo der Sitz ist, bleiben auch die Besten. Und somit etwas mehr Steuergelder der Design-Unternehmer in den Kommunen. Es klimpert Geld in der Stadtkasse…
Der Schutz!
Nun kommt zum Recht und Schutz noch ein kurioser Rechtswirrwarr hinzu - der Versicherungs- und Rechtsschutz für Designer. Dazu einige Erläuterungen und Beispiele:
Bei der Vermögensschadenshaftpflicht ist es so, dass man sich in folgendem Umfang versichern lassen kann:
- Entwicklungs- und Entwurfsarbeiten für Druckerzeugnisse aller Art
- Erstellung reproduktionsfähiger Vorlagen (Reinzeichnung)
- Überprüfung der Andrucke
- Gestaltung und Umsetzung von web-sites
- Beantragung von Internetadressen und -zugang
- Beratung auf dem Gebiet des Grafikdesigns.
Und das betrifft dann auch noch den Zeitraum nach der Freigabe durch den Auftraggeber.
Das klingt erst einmal gut, ist aber sehr problematisch. Denn die Kosten für diese sind für mitteldeutsche Designer nicht nachvollziehbar. So wird bei einer bekannten Versicherung zum Beispiel der Jahresumsatz von 5 Millionen vorausgesetzt. Es gibt auch keine, die unter Umsätzen von 100.000,00 € versichert. Ein Kleinunternehmen, wie es hierzulande üblich ist, kann diese Kosten nicht tragen. Vielleicht ist mit einem Unternehmen eine Gruppenversicherung aushandelbar?
Weiterhin ist es unmöglich, sich als Grafikdesigner beruflich Rechtsschutz versichern zu lassen, weil diese Berufsgruppe als Kaufmann gilt. Und der trägt das Risiko selbst, dass sein Auftraggeber nicht zahlt. Der Widerspruch liegt im Detail. Entweder ist man Kaufmann mit seinem bestimmten Berufsfeld, oder man ist Künstler, Gestalter mit betriebswirtschaftlichen Grundkenntnissen. Beides geht nur in getrennt wirtschaftlichen Abläufen. Auch die Mehrwertsteuer ist unterschiedlich, beim Kaufmann sind es 19% beim Künstler 7%. Abweichungen bestätigen die Regel. So kann ich mich nicht nur nicht gegen zahlungsunwillige Kunden Berufsrechtsschutzversichern, sondern auch nicht gegen Verleumdung und übler Nachrede, wie im Falle eines Herrn Welatlas. Und Versicherungsschutzd ist für die unsrige Berufsgruppe äußerst wichtig.
* unser Kenntnisstand 1/2011
Es nützen die besten Umfragen nichts, wenn die falschen Fragen gestellt werden.
Wir, als Bund mitteldeutscher Grafikdesigner (Verband für Kommunikationsdesign)
Stehen gerne fachlich Rede und Antwort. Wir begleiten und fördern unseren 100- jährigen Designstandort Mitteldeutschland (wenn wir Gutenberg in Wittenberg hinzunehmen, noch einige Jahre älter).
Ein Beruf muss in einem demokratischen Rechtssystem auch unproblematisch ausführbar sein. Und braucht auch einen geschützten Raum. Sonst kommt zum Hobby-Gestalter noch ein Hobby-Parlament hinzu.
Ulrich Strube/ Grit Fiedler
Urteil (als PDF)
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Aufruf Brunner

» Aufruf Brunner zum Download (als PDF)
» www.plakat-sozial-bmg04.de
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Wir waren dabei - im Leipziger Westen ...
Zum 15. Forum Leipziger Westen war der BmG erstmals als Stand dabei. Auch im Workshop präsentierten wir uns. Die „GaRaGe“ in der Karl-Heine-Straße war voll von Ständen rund um kreative Vereine und Akteure.
Sehr gut organisiert - unter anderem von der IG Kultur West und der Stadt Leipzig war die Veranstaltung äußerst wichtig. Denn ich glaube, trotz anderer Meinungen, fängt die sinnvolle Planung der Kulturräume Plagwitz, des Design-Quartiers Leipzig-Plagwitz, dem Musik-und Theaterfeldes Leipzig-Plagwitz erst an.
Wichtig ist, den Sinn eines langfristigen Nutzens nicht aus den Augen zu verlieren. Denn nur nachhaltige Planung macht aus jedem Euro einen Mehrwert. Auch die Chance. eine größere Bürgerbeteiligung zu entwickeln ist gegeben. Dabei denke ich auch an die Mitglieder der Leipziger Kammern, da man sich in diesem Sektor „KulturPARK“ noch Denkmäler setzen könnte.
Hier unsererseits Dank an die Ämter, die mit Ideen, aber auch mit Aufnahmefähigkeit für Neues angetreten waren- Kulturamt mit Frau Kucharski-Huniat, Herrn Dr. Schimansky vom Amt für Wirtschaftsförderung und Herrn zur Nedden, Dezernent für Stadtentwicklung, Grünflächenamt und...
Das Aufeinadertreffen von Behörde und Basiskultur (auch edelere Kültürleut), machte den Reiz der als Auseinandersetzung geplanten und in Ideensammlung endenden Veranstaltung aus.
Hier finde ich auch die Schnittstelle, an der unser Verband steht. Ein wenig positiver Widerspruchsgeist hat einer Entwicklung immer gut getan. Unser ganzheitliches Denken in Kommunikationsdesign und das wissenschaftliche Herangehen an kommunikative Projekte und die Sicht auf maximale Verständlichkeit macht uns zu Partnern. Wir können und wollen Wissen aus Theorie und Praxis in das zu entwickelnde Kulturnetzwerk in Plagwitz einspeisen.
Die ganzen „C´s“, die in unserem Beruf Hammer, Zange und Nägel sind, wie CC – Corporate Communication (Firmen- oder komplexes Projektkommunizieren), CT - Corporate Thinking (Formenphilosophie), CD – Corporte Design als Unternehmensdesign uvam., sind anwendbar auch bei territorialen Sozial- und Wirtschaftsplanungen, also auch in der Kreativwirtschaft ( die es in dieser Def. nicht gibt, aber nun mal so benannt ist).
Auch berufswirtschaftliches Wissen, wie das Unternehmersein als Künstler, können wir vermitteln. Warum immer Geld vom Staat? Was sind Gelder und Zuwendungen der Stadt?
Will dein Nachbar deine Noten oder Pinsel oder Ballettschuhe bezahlen? Oder sollten wir lieber Synergien entwickeln, die wirklich wirtschaftlich sind?
Es gibt noch viel Wissen, das wir als Verband einbringen können.
Schön an dem Treffen war für mich, das wieder Generationsübergreifende Meinungen gefragt waren. Wir bieten unseren Partnern unsere Erfahrung an. Zum Nutzen der Stadt Leipzig und unserem mitteldeutschen Einzugsgebiet.
Wir können Sicherheit bei Gestaltung geben, wir können Partner sein für Vereine und Aktionen. Schlechtestes Beispiel im Bereich Design ist der Auftritt der „Notenspur“. Ein so hervorragendes Anliegen auf dem Niveau eines Designkindergartens zu transportieren, ist gerade jämmerlich. Auch hier hätten wir „Supervisor“ sein können und so wenigstens die aufgerollte Rolle Klopapier auf den Plakaten verhindern können.
Vom Westen aus sollte diese Energie auch einen Bogen in den Osten schlagen. Denn hier unterstützen wir die Entwicklung des Pöge-Hauses zu einem Haus der „Künstlerischen Hochkultur und Begegnung“. Zusammen mit dem Neustädter Markt-Verein sind wir jetzt schon seit 2 Jahren dabei. Für das Listhaus Leipzig sind wir im Punkt Kunst und Design schon erster Ansprechpartner.
Auf jeden Fall unterstützen wir die BEHUTSAME Gestaltung unseres Leipziger Kulturlebens. Neben allen wirtschaftlichen Überlegungen müssen auch soziale
eine Rolle spielen. Kommunikation hat die Ökonomie im Bereich der alles durchdringenden Wissenschaften in diesem Jahrtausend abgelöst. Die Kultur, als von den Menschen der Natur abgerungenes „Feld“, gewinnt nur durch positive Streitkultur und ganzheitliches Denken.
Es hat Spaß gemacht, als Verband in der Veranstaltung diese Überlegungen einbringen zu können. Lasst uns noch mehr Mitspracherecht einfordern und uns mehr in die öffentlichen Diskussionen einbringen. Auch wir können viel Positives mitnehmen.
So konnten viele Missverständnisse zwischen den Organisatoren von „Designers Open“ ausgeräumt werden. Es wird auch ein neues Gespräch mit Frau Kucharski-Huniat geben, um über den Stellenwert unseres Bundes und den
Nutzen für unser Leipzig zu reden.
Ulrich Strube

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Europäische Dimension für Leipziger Designkultur
Stolz können weitsichtige Gestalter auf Ihre Stadt Leipzig sein, denn Leipzig nimmt gleich an zwei europäischen Projekten zur Unterstützung der Design- und Kulturwirtschaft teil. Wichtig ist für uns der Bereich „Design“. Und nicht nur für uns sondern für die ganze Region. Die Designindustrie bringt unterm Strich Geld in die Kommunen. Designerverbände werden in den alten Ländern geachtet und gehätschelt. Denn da, wo der Verband ist, bleiben auch die Spitzenkräfte. Mit Polen und Italien haben wir ja schon einige Versuche auf gestartet. Das soll weiter entwickelt werden.
Leipziger Design ist schon immer international gewesen. Vor hundert Jahren wurde die erste deutsche Werbeagentur in Leipzig, einem durch die Leipziger Messe geprägtem internationalen Pflaster, gegründet. Viele andere Designformen machten die Runde um die Welt, so zum Beispiel Leipziger Buchgestaltung, Illustration und Typografie. Auch die sächsische Plakatkunst kann sich sehen lassen.
Deshalb können uns die im Artikel stehenden Projekte nur gut tun. Ich würde mich über Eure Meinung und Ideen dazu freuen.
Euer Ulrich Strube

Lesen Sie den Artikel als PDF-Dokument
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Einwohneranfrage an Stadtrat
Aus der LVZ haben wir erfahren, das sich die Designfirma Hartmann & Neubert Gedanken um
die kreativwirtschaftliche Entwicklung der Karl-Heine-Straße machen.
Aus dem Förderprogramm „Kreative Städte“ (Steuergelder) soll eine Machbarkeitsstudie bezahlt werden, um eine nicht gewollte Entwicklung in der Karl-Heine-Straße zu befördern.
Wesentliche Verbände sind in die Vorbereitung, die schon zwei Jahre laufen, nicht mit einbezogen worden:
Think -Tank Industriekultur
Ars Avanti
Fachverband Bund mitteldeutscher Grafikdesigner
(Berufsverband der Kommunikationsdesigner).
Warum werden ansässige Kreative/Kreativfirmen nicht mit in die Planung einbezogen?
Warum wird eine Machbarkeitsstudie geplant, wenn die
Macher das Machbare schon bewiesen haben (Ansiedlung Porzellanmanufaktur, Kunstschmiede, Nachrichtenagentur, Galerien alleine im Westwerk-
Ateliers und Agenturen in der Karl-Heine-Straße?
Soll diese natürlich wachsende Infrastruktur, dieses behutsame Wachstum von Außen beeinflusst werden?
Warum weißt die Kulturamtsleiterin diesen Gesprächsbedarf ab?
Ulrich Strube
Antwort 1 zur Anfrage (als PDF)
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Wir und die Kommunikation
Unser Verband unterstützt einen Beruf, der wesentlich Kommunikation und Kommunizierende der audio-visuellen Gestaltung und der Gestaltung von Wahrnehmung
unterstützt. GRAFIKdesign ist aktuell wie nie, denn wenn wir ein Logo oder eine Web-Site denken, so gestalten wir erst einmal eine Denkskizze und die Skizze ist der Ausgangspunkt der Gestaltung. Man kann das gleiche in der audio-Welt betrachten, so man die gedachte Note oder das gedachte Gespräch als musikalische oder rhetorische Skizze begreift.

Logos von Real Design
Leider haben wir durch unseren Berufsalltag wenig Zeit, um uns um die wissenschaftliche Seite unseres schönen Berufs zu kümmern, obwohl er so sehr unsere Lebensumwelt prägt und auch viele Orientierungsaufgaben gestalterisch übernimmt.
Deswegen ist es selbstverständlich, das wir wenigstens unsere Arbeiten der Öffentlichkeit präsentieren. Die erste große Leistungsschau „100 Jahre Leipziger Plakat“, die der Kunstprojekte e.V., in Zusammenarbeit mit uns, zeigte, war ein Meilenstein der Darstellung
unserer Leistungsfähigkeit.

Vernissage
Leider wird bei allen Plänen unserer Stadt die 100-jährige Tradition des Designs (1908 wurde durch die Firma Weißmüller die erste deutsche Werbeagentur in Leipzig gegründet) vollkommen vernachlässigt.
Die zweite große Präsentation, die Kollegen aus Halle, Dresden und Leipzigs vereinte, war
die LOGO 2009, eine Ausstellung mit Weltqualität in der Gestaltung von Marken, Logos und Signets. Erstmals stellten zwei Agenturen mit aus. Hochkarätig war die Schau auch durch die Teilnahme vieler Preisträger. Viele Gespräche mit dem Leipziger Kulturamt haben dort für einiges Interesse an unserer Arbeit geführt. Besonders gefreut haben wir uns über Herrn Matthias Graf, Abt. Bildende Kunst , Kunstförderung des Kulturamtes, der an der Eröffnung
der „LOGO 2009“ teilnahm.

Ulrich Strube(BmG) und Matthias Graf
(Kulturamt Leipzig) zur Eröffnung der "LOGO 2009"
BmG und Teilhabe an Leipzig
Ein Hauptziel unseres Vereins ist die Teilnahme an der Öffentlichkeit unseres Vereinsgebietes, um diese bei Gestaltungsfragen zu unterstützen. Dazu müssen auch alle möglichen Partner wissen, das es uns gibt.
Der Medienstudiengang der Leipziger Universität hat für Leipzig mehrere Plakatprojekte verwirklicht, die unter jedem gestalterischen Niveau liegen. Dazu müsste man meinen, das ein Student der Medien weiß, wie vielfältig der Medienberuf ist, und das es für die facettenreiche Kommunikation viele Spezialisten gibt. Das heißt abgeben können. Oder beraten lassen.

Arbeiten von Ronald Reinicke
Weiterhin setzen wir uns für einen ganzheitlichen Designstandort Leipzig ein. Dazu braucht es eine keine Machbarkeitsstudie für 64.000 €, denn die Macher sind mit vielen guten und auch wissenschaftlichen Vorstellungen vor Ort.
Unser Mitglied Ulrich Forchner wird 60.

Man sieht es ihm und seinen frechen Cartoons nicht an, aber es ist wirklich wahr.
Wir bedanken uns bei unserem Mitglied Ulrich Forchner für seine Arbeit im Verband- die Veröffentlichung unserer Ausstellungen im SachsenSonntag. Natürlich wünschen wir ihm alles Gute, Gesundheit, viele noch frechere Ideen und, und, und...
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Sponsoren

  
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Hinweis:
Ausstellung des Bundes Mitteldeutscher Grafikdesigner ist bis zum 18.07. 2009 verlängert!
Am 18.07, 11:30 Uhr, Designerfrühschoppen

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Juni 2009
In der Ruhe liegt die Kraft
Die kleine Ausstellung des Bundes mitteldeutscher Grafikdesigner zum Kunstfest in der Schultze-Delitzsch-Straße war ein kleines Schmeckerchen für Design interessierte.

Eine Preisträgerausstellung zum Thema „Ruhe und Gestaltung“
Bernd Hanke - politische Plakate

Jürgen Kunstmann - Fotografie ohne Computer

Grit Fiedler - Briefmarken mit realisierten Ausgaben

Ute Holstein - wie eine Ausstellung vom Grundriss bis zur Fertigstellung erarbeitet wird
Ulrich Strube - Plakat
Die Teilnehmer zeigten das, was in Zeiten der Überinformation wichtig ist- wenig ist oft mehr. Eine sichere Gestaltungsplanung gibt eine sichere Orientierung. Und man muss Fotos nicht bis zur Unkenntlichkeit auf dem Rechner bearbeiten.
Die knappen Informationen, die uns Bernd Hanke gibt, und die große philosophische Welt, die er mit diesen wenigen Zeichen skizziert, ist meisterhaft.
Lichtreflexe im Lampenlicht, das Ausleuchten des Eiskellers der Brauerei in Krostitz,
meisterlich in Szene gesetzte Auftragsfotografie von Jürgen Kunstmann ist irre schön.
Das „Hand“werk und das Auge lassen den Meister erkennen.
Grit Fiedler Briefmarken - Symbole von Werten, der zur Orientierung dienen, sieht man selten in ihrer grafischen Entwurf zu sehen, ist selten. Und dann noch in einer tollen, detailreichen, auch humorvollen Zeichnung – verbunden mit den Originalblöcken, wird selten gezeigt. Trotz der enormen Reduzierung, die so ein kleines Kunstwerk erfordert, bleiben die Gestalter häufig ungenannt. Bei uns nicht.
Eine vom Besucher einer Musealen Ausstellung fällt die immense Arbeit, die in einer Ausstellungsgestaltung notwendig sind, nicht auf. Vom Raum über Farbentwürfe, Schriftgestaltung, Textvarianten, Fotoauswahl bis zur fertigen Ausstellung ist ein weiter Weg.
Den Gestalten muss logisch sein. Durch eine sichere Führung durch eine Ausstellung wird der Lehr- oder der Genusswert erheblich gesteigert. Das zeigte Ute Holstein sehr eindringlich.
Und ein kleines Plakat für Kinderspielzeug, gar nicht bunt, und funktioniert doch. In der Ruhe liegt die Kraft
Ulrich Strube
Im nächsten Jahr werden wir uns wieder beteiligen - vielleicht mit einem Design-Ideen-Laden?
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Ausstellungseröffnung schon am 18. Juni 2009, 19 Uhr
Ausstellung des Bundes Mitteldeutscher Grafikdesigner
Ausstellung 1: Thema: Ruhe - Ordnung - Orientierung etc.
Kunstfest am Samstag dem 13. Juni 2009 sowie die Kunstwoche vom 14. bis 21. Juni 2009 unter anderen mit der HGB und der Päd. Hochschule.
Kollegen, die zur Ausstellung zum Kochfest noch mitmachen wollen, melden sich bitte bei mir unter strube@bmg.de. Es stellen bisher Grit Fiedler, Ute Holstein und ich aus. Es sind insgesamt noch 10 Rahmen möglich. Beteiligung ist kostenlos!
Dazu am Dienstag, 16. Juni 2009
19 Uhr
Vortrag und Führung, Ulrich Strube: Konsum- vs. Sozialdesign
Ort: Laden in der Schulze-Deltzsch-Str. 23
Ausstellung 2: Logo 2009 / Logo, Signet, Zeichen, Marke
Eröffnung am 20.06. 2009 im Listhaus
Für diese Ausstellung gibt es ein Raster, in dem die Arbeiten einzreichen sind. Diese findet Ihr anschließend.
Layoutvorgabe Bilderrahmen 1
Layoutvorgabe Bilderrahmen 2
Layoutvorgabe Bilderrahmen 3
Layoutvorgabe Bilderrahmen 4
Layoutvorgabe Bilderrahmen 5
Layoutvorgabe Bilderrahmen 6
Layoutvorgabe Bilderrahmen 7
Die Ausstellung soll die Leistungsfähigkeit der Mitteldeutschen Designer zeigen. Sponsoren werden die Sparkasse Leipzig, Messeprojekt und das List-Haus sein. Für Nichtmitglieder wird ein kleiner Umkostenbeitrag in Höhe von 30 Euro erhoben.
Für beide Ausstellungen stehen Halberrahmen 70x100 cm zur Verfügung.
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Gedanken zur Ausstellung „Leipzig wirbt“
Diese Ausstellung war eine einmalige
Überschau über ein ganzes Jahrhundert leipziger
Plakatkunst.
Es konnten in großer Zahl Blätter berühmter
(z,B. Hohlwein) und weniger bekannter Künstler einer
breiten Öffentlichkeit zur
Anschauung vorgeführt werden und auch zum Vergleichen
wurde angeregt.
Das Echo in der Öffentlichkeit wurde dem Ereignis keineswegs
gerecht. Die Gründe dafür mögen vielfältig
sein, einsichtig sind
sie nicht, bedauerlich schon.
Einige Überlegungen sind vielleicht geeignet, das Nachdenken
über aktuelles Plakatschaffen zu befördern.
Zunächst ein allgemeines Wort zum alten Thema. Grafikdesign,
Werbung, Typografie – Kunst, ja oder nein?
Eigentlich keine Frage mehr, xmal geklärt, aber immer
noch gegenwärtig. Das Nichtzugestehen des Attributes
Kunst zeugt eher von persönlicher Abneigung als von
Sachkenntnis. Natürlich ist Grafikdesign in seinen
besten Beispielen Kunst. Und wie immer ist manches Werk
eben keine Kunst, und ein anderes darf mit Fug und Recht
als solche bezeichnet werden. Diese Tasache gilt für
alle künstlerischen Genres.
Den ganzen
Artikel von Jochen Fiedler lesen Sie hier.
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Rechte im Plakat
Die Plakate sind los- erstmals präsentiert der Verein
Kunst+Projekte e.V. die 100-jährige Plakatkultur Leipzigs.
Wir – der BMG – haben zum Erfolg der Mammut-Ausstellung
mit beigetragen. Neben der logistischen Unterstützung
generierten wir die erste Veranstaltung zum Thema Recht
aus den Plakaten herraus.

Unser Kooperationspartner – die Kanzlei Knigge, Nourney,
Böhm nahm ein Produktplakat heraus
und untersuchte es auf die darin enthaltenen Rechtsgebiete.
Die
versammelten Kollegen
Es wurden 6 Rechtsgebiete gefunden, die in einem Plakat
von „NIVEA“ eine Rolle spielten (siehe Vortrag
David Nourney). Vom Urheberrecht bis zum Wettbewerbsrecht
wurde ein großer Bogen gezogen.
Auch „alte Hasen“ fanden viel Neues in den
Ausführungen.
Wir werden weitere solcher Angebote für Sie bereithalten.
Im Juni wird ein Wochenend-Seminar „Geschmacksmusterschutz
zum Selbermachen“ unter Anleitung und Schulung unserer
Anwälte Knigge, Nourney Böhm stattfinden.
Alle Informationen erhalten Sie hier ab Mai. Anmeldungen
können schon eher unverbindlich angenommen werden,
da die Kapazität sehr begrenzt ist.
Auch Ihre Vorschläge nehmen wir gerne auf.
eMail: strube@bmg04.de
Info
Für junge Leute, die in einen kreativen Beruf gehen
wollen, findet am 15. April in der Veranstaltungstonne der
Deutschen Angestellten Akademie (DAA) eine Veranstaltung
mit Informationen z.B. über Arbeitsinhalte statt. Hier
werden Fragen, wie Freie
oder zweckgebundene Kreativität beantwortet. Oder
wie weit ist das Grafikdesign vom Mediendesign entfernt?
Der Praktiker und Designer Ulrich Strube und Vorsitzende
unseres Verbandes gibt Einblicke und erklärt auch wirtschaftliche
Zusammenhänge.
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Vortrag Plakatkunst von Knigge Nourney Böhm
Hier
finden Sie den Vortrag zu "Wie viel Recht steckt im
Werbeplakat?" als PDF.
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Vereine und Verbände
Informationen
zu Vereinen und Verbänden finden Sie hier.
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Der Bund mitteldeutscher Grafikdesigner präsentierte
sich zum zweiten Mal bei den Designers Open in Leipzig.
Der Informationsbedarf
- z.B. in Rechtsfragen- war groß. Die Lösung,
mit unseren Kooperationspartnern - der Kanzlei Knigge Nourney
Böhm- einen gemeinsamen Stand zu haben, hat sich ausgezahlt.

RA David Nourney und Ulrich Strube Vors. BmG am gemeinsamen
Stand knpp & BmG
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Plakatwettbewerb der Stadt Dresden
Nachbemerkung zum Plakat-Prozess
„800 Jahre Dresden”
Aus „Gebrauchsgrafik” 1933
Auch damals war es ein Jubläum
in Dresden und ein Plakatwettbewerb wurde durchgeführt.
Und auch damals gab es kompetente Kritik. Ob auch gegen
den Schreiber vergleichsweise gerichtlich vorzugehen versucht
wurde, ist mir nicht bekannt. Aber die Sprache der Kritik
lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen offen.
Zeigt uns der Vorgang der Jurierung nicht, dass es heute
kein Deut besser ist? Haben
wir die zahlreichen Lektionen nicht gelernt? Dilletanten
damals, Dilletanten heute. Und Ignoranten. Die würdigen
Entwürfe einfach nicht beachtet! Dabei waren Pätzold,
Dore Mönkemeyer-Corty, um nur zwei zu nennen, zur Elite
der damaligen Plakatmacher in Deutschland zu rechen. Immer
wieder verpasste Gelegenheiten, gute Gestaltung zu befördern.
Wer sich die Mühe macht, die beigefügten Beispiele
aufmerksam anzuschauen, wird nicht umhin kommen, entsprechende
Schlussfolgerungen zu ziehen. Am besten wäre es jedoch,
wenn Auftraggeber, noch dazu öffentliche, endlich begriffen,
dass gute Gestaltung nicht von jedermann am Heimcomputer
gestrickt werden kann. Nicht immer hält ein selbst
verordnetes Etikett, was es so laut hinausruft. Eines allerdings
dürfen wir immer wieder feststellen: der Auftraggeber
spiegelt sich in der Kreation seiner Beauftragten wider.
Weil er sich logischerweise mit ihr identifiziert.
(Es gefällt ihm halt so!)
Jochen Fiedler
Notwendige Bemerkung:
Ich bin nicht mit dem Plakatgestalter Kurt Fiedler verwandt.
Das Jahr 1933 bescherte bald den Kritikern und Kritisierten
weitaus größere Probleme,
als zum Zeitpunkt des Jubiläums erahnbar war. Insofern
betrachte ich den Artikel
lediglich als ein sehr illustrierendes Beispiel in der nicht
endenden Kette schlechter
Visualisierungen einschlägiger, öffentlicher Themen.
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Informationen zum Plakatwettbewerb
als PDF runterladen
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